Maß,
Harmonie,
Gleichgewicht,
Licht, das nicht beleuchtet,
Licht, das alles ist,
Licht, das sich selbst bildet.
kalkuliertes, erfundenes Bild,
Gedanke
Vernunft
nicht mehr der überrumpelte Geist,
der Mensch, seine Grenze,
sein Sich-Ordnen auf der Grenze
zwischen Endlichem und Unendlichem.
- Antonio Calderara -
Text im Katalog Gabriele Münter Preis-Ausstellung, 2010
Farbe ist reflektiertes Licht. Monika Falke ist Malerin. Ihre Gemälde führen in eine
Welt differenziert transparenter sich überlagernder Farbflächen, vorwiegend in
Pastelltönen und Weiß, um die Poesie des Lichtes sichtbar und spürbar werden zu
lassen. In sicherem, ruhigen Pinselstrich, beherrscht von einem fast geometrischen
Duktus, entsteht eine Stille, breitet sich eine kontemplative Ruhe aus, vor uns und in
uns.
Monika Falke studierte in Braunschweig an der Hochschule für Bildende Kunst.
Mehrere Studienaufenthalte in Japan ermöglichten ihr ein eingehendes
Kennenlernen der traditionellen Tuschmalerei und Kalligraphie. Dies hat sich mit
Sicherheit auch auf die Sprache ihrer Malerei ausgewirkt, in welcher das Maßvolle
und der Pinselduktus der sich überlagernden Flächen eine große Rolle spielen, in
gleichzeitigem Auflichten und Verdichten. Es ist wie ein Messen der Bewegung des
Lichtes. Die Farbflächen haben deshalb gleichzeitig Raumwirkung und sind doch
Fläche.
(Text Dr. Wiegand-Uhl, Kunsthistorikerin, München)